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Evangelische Kirchengemeinde Erfurt Südost
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Gedanken und Bilder zum Leben
(der Instagram-Account von Susanne Sydow)














Gedanken zur Woche
Liebe Leserinnen und Leser,
der 21. Juni jeden Jahres ist traditionell die Sommersonnenwende, der Tag nimmt kein Ende und die Nacht ist kurz. Schon immer haben Menschen dem Licht und der Dunkelheit große Bedeutung beigemessen.
Bewegen wir uns auf das Licht zu oder auf die Dunkelheit des Jahres? Der 21.6. markiert eine solche Schwelle. In der Geschichte hat sich mit der Sommersonnenwende das christliche Johannesfest verbunden. Sein Geburtstag wurde auf den 24. Juni gelegt, der Geburtstag von Jesus ist am 24.12. Johannes wird im Neuen Testament als der Ankündiger des Kommens von Jesus Christus verstanden. Und mit Jesus verband sich die Hoffnung auf ein lebendiges Licht mitten im Leben der Menschen.
Zur Sommersonnenwende gehört auch eine Pflanze, das Johanneskraut.
Es steht im Juni in voller Blüte, es ist die schönste Sonnenpflanze, und sie scheint mit allen guten Geistern im Bunde zu sein. Sie hat ein heilsames Wesen und die Kraft, das Böse und Dunkle zu vertreiben.
Zudem gibt es ein Lied von Detlev Block, in dem die Jahresmitte besungen wird.
»Das Jahr steht auf der Höhe
die große Waage ruht.
Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut.
Herr, zwischen Blühn und Reifen und Ende und Beginn, lass uns dein Wort ergreifen.
Und wachsen auf dich hin.«
Wir wissen ja, dass es im Leben diesen Wandel gibt: Altes endet, Neues beginnt,
das Licht nimmt ab, die Dunkelheit wird stärker, und dann, wenn es am dunkelsten ist im Dezember, dann wächst das Licht wieder und die Dunkelheit ist auf Zeit besiegt, bis sie eben wiederkehrt.
Wir sind diesem Lebensrhythmus unterworfen, und mir ist es immer wichtig, mir diesen Rhythmus des Lebens und des Jahres bewusst zu machen.
Herzliche Grüße
Pfarrerin Susanne Sydow
Foto: Susanne Sydow
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