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Zum Ewigkeitssonntag

Zum Ewigkeitssonntag

Wir laden ein zu den Gottesdiensten zum Ewigkeitssonntag 
ab 09:30 Uhr in der Gustav-Adolf-Kirche 
ab 11:00 Uhr in der Lukaskirche
mit OGP Thomas Riedel (Pfarrer der Lukaskirche)
Foto oben: Lotz

Impuls zu Ewigkeitssonntag (Offenbarung 21,1-7)

Liebe Leserin, lieber Leser,

der letzte Sonntag im Kirchenjahr, den wir heute feiern, steht unter großen Hoffnungszeichen.

Obwohl es für manche eher ein trauriger Sonntag ist, weil man sich seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst wird und sich an die Verluste lieber Menschen erinnert. So sind doch die Texte für diesen Sonntag gar nicht geprägt von Trauer und Bestürzung.
Nein, ganz im Gegenteil, die Texte für diesen Sonntag erzählen uns von großer Hoffnung, von Freiheit und von der Liebe Gottes zu uns.
Bitte lesen Sie den Predigttext aus der Offenbarung 21,1-7

Sie finden ihn hier:

https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lesen/LU17/REV.21/Offenbarung-21

So heißt es in der Off. 21,3-4 „…und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen“ – Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.“

Was für eine schöne Perspektive. Die Tränen werden getrocknet, kein Tod, kein Leid, kein Schmerz…denn das ist dann vergangen.
Vielleicht klingt dieser Text in Ihren Ohren wie eine Träumerei. Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass dies niemals passieren wird. Dann möchte ich Ihnen Mut machen, sich auf diese Träumerei einzulassen. Sich an Gott zu binden, ihn aus tiefstem Herzen anzurufen. Ihr Schmerz und Leid beim ihm abzuladen.
Wir werden es in diesem Leben nie mit letzter Sicherheit sagen können, ob das alles so kommen wird. Aber was wäre unser Leben, wenn wir diese Vorstellung aufgeben würden… Es wäre ein Leben ohne Hoffnung. Es wäre ein Leben ohne Perspektive.

Mich entspannt diese Perspektive Ewigkeit. Nicht alles in diesem Leben schaffen zu müssen, nicht jedem Trend hinterher zu jagen, ich will mich nicht stressen, weil meine Lebenszeit abläuft, weil ich ja auch gar nicht alles machen kann. Ohne die Perspektive auf die Ewigkeit kann ich nur verlieren. Und so gut es mir auch geht…und ich hier ein gutes Leben führen kann, muss ich der Wahrheit ins Auge blicken und erkennen, dass dieses Leben für die meisten Menschen Leid, Schmerz und Enttäuschung bereithält. Das zu erkennen, nimmt mir die Luft, denn ich spüre, dass meine Möglichkeiten begrenzt sind.

Wie wohltuend sind da die Worte unseres Predigttextes:

V5-6 „Und der auf dem Thron saß (Jesus Christus), sprach: Siehe, ich mache alles neu! ... Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird dies ererben und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.“

Zwei Impulse zu diesem Vers.

  1.  Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Umsonst bedeutet, dass es ein Geschenk ist. Ich kann es mir nicht erarbeiten oder verdienen. Darin liegt aber auch die Herausforderung, es erfordert nämlich eine Haltung des Empfangens. Das ist nicht leicht, da wir doch darauf gepolt sind, alles selber in den Händen zu halten und zu bestimmen, wann, was, wie passiert. Deshalb heißt es im darauffolgenden Vers. (2). „Wer überwindet… wird ererben“, in einer anderen Übersetzung steht „…der siegreich aus dem Kampf hervor geht“ Das schärft das Bild nochmal, dass es uns schwer fällt, uns beschenken zu lassen. Für manch einen gleicht es eher einem Kampf.

Diese Textpassage macht uns Mut, darauf zu vertrauen, dass nicht einfach alles zu Ende ist. Sondern sie gibt uns einen Ausblick auf das kommende.
So ist es auch im Kirchenjahr das endet mit dem Ewigkeitssonntag, aber er zeigt auch darüber hinaus hin zu dem, was kommen wird, nämlich dass Gott sich auf den Weg zu uns gemacht hat, um bei uns zu sein. Deswegen werden wir nächste Woche auch Advent feiern. So können wir an diesem Sonntag schon einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft werfen. So wie wenn in der dunkelsten Nacht es am Horizont anfängt zu dämmern.

Foto:Lotz Foto: NahlerOGP Riedel

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