Archiv Predigten

PredigtEN  der Ev. Kirchengemeinde Erfurt-Südost sind hier für einen Monat nach dem Erscheinen bzw nach dem jeweiligen Gottesdienst nachlesbar bzw nachhörbar

Ostersonntag 2021

Ostersonntag 2021

Unsere Gottesdienste am 4. April 9:30 Uhr in der Lukaskirche und 
11 Uhr Familiengottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche
mit OGP Thomas Riedel

Für alle hier die Predigt zum Nachlesen: 

Predigttext 2. Mose 14,8ff

Liebe Leserinnen und Leser,

„Der Herr ist auferstanden“…“er ist wahrhaftig auferstanden!“

Diese Botschaft erzählt von dem größten Geschehen der Weltgeschichte. Jesus Christus hat uns mit Gott versöhnt. Wenn uns diese Botschaft was wert ist, dann verändert das unser Leben!
Dann bedeutet das, der Tod hat sein Schrecken verloren. Christus hat die Macht, uns frei zu setzen, uns zu lösen von allen Zwängen und Ängsten. Er hat den Tod besiegt und uns befreit. All das, was uns von Gott und vielleicht auch von uns selber trennt, all das, was uns wie eine schwere Last nach unten zieht, nimmt er auf sich. Sodass wir unseren Blick heben können, neue Perspektiven finden können.

Ich habe Ihnen ein Bild mitgebracht, das versucht das Unvorstellbare zu visualisieren…
(siehe unten Quelle: Undarstellbar.de)

Dieses Bild, das das Ostergeschehen darstellen soll, heißt: „Weiter geht´s!“
Da sieht man die festen und undurchdringlichen Felsen. Sie stehen für das Unverrückbare, Starre, Einengende. Das steht fest. Das scheint unveränderlich. So wie unsere Erfahrungen und Vorstellungen mit dem Tod. Wenn jemand stirbt, ist klar, jetzt sind Fakten geschaffen, auf die wir keinen Einfluss mehr haben. Der Tod ist unveränderlich wie ein Fels. Doch dann bricht plötzlich und in voller Kraft dieses Licht durch den Felsen und gibt eine klare Richtung vor, nämlich hinaus aus der Enge. Das Unveränderliche hat plötzlich keine Macht mehr. Das ist die österliche Hoffnungsbotschaft: Wir werden leben, so wie Christus auch lebt. Weiter geht´s!

Welch wunderbare Message: Der Tod ist nicht das Ende, es geht weiter! Jedoch nicht weiter so wie bisher mit all den Schwierigkeiten und Problemen, sondern weiter in Gottes Gegenwart. Ohne Leid und Schmerz, ohne Hunger und Angst, umarmt von Liebe und Freude.

Trotzdem fällt es uns schwer zu verstehen, warum Christus überhaupt sterben musste, damit wir weiterleben können. Es klingt wie ein Wiederspruch.
In der jüdischen Tradition wird zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten, der Befreiung aus der Sklaverei gedacht, ein Lamm wird geschlachtet, damit der Todesengel an den mit diesem Blut markierten Türen vorübergeht. Letztlich ist Christus für uns dieser Sündenbock. Ob wir es verstehen oder nicht.

Ostern bedeutet: Gott setzt sich zu 100% für uns ein. Er gibt buchstäblich sein Leben. Weil wir ihm so wichtig sind. Im Predigttext, dem Ursprungstextes des Passahfestes, bei dem an den Auszug aus Ägypten erinnert wird, heißt es: Vers 14 „Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein“

Der Herr wird für euch streiten!
Dies hat er und tut er durch Jesus Christus!

Halleluja!
Das ist ein Grund zur Freude und die Hoffnung, die uns durch unser Leben tragen wird!
Das ist mein Wunsch für diese Ostertage, dass Sie diese Freude in Christus finden.
Denn, der Herr wird für euch streiten. Amen.

„Weiter geht´s!“ Quelle: Undarstellbar.deThomas Riedel
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