Archiv Predigten

PredigtEN  der Ev. Kirchengemeinde Erfurt-Südost sind hier für einen Monat nach dem Erscheinen bzw nach dem jeweiligen Gottesdienst nachlesbar bzw nachhörbar

Der besondere Gottesdienst

Der besondere Gottesdienst

Am 30. Mai lädt Thomas Riedel ab 17:00 Uhr zu einem besonderen Gottesdienst zu Trinitatis (Dreifaltigkeitssonntag) in die Gustav-Adolf-Kirche ein.
Lesen Sie hier seine Gedanken zum Tag: 

Grafik: Pfeffer

Liebe Leser*innen,

jeder Gottesdienst beginnt mit den Worten „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Und die Gemeinde bestätigt das mit einem kräftigen „AMEN!“ Das heißt so viel wie: „So ist es!“

So beginnt der Gottesdienst, doch das Wort „Gott“ kommt in der Eingangsliturgie gar nicht vor.

 

Wie kann das sein? Und wer ist der Vater, der Sohn und der Hl. Geist?

 

Wenn wir in der Bibel lesen, dann stellen wir fest, alles in allem will Gott unser Bestes. Er will, dass es allen Menschen gut geht. Dafür setzt Gott seine vielfältigen Möglichkeiten ein: als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist.

 

Wie ist diese Dreifaltigkeit zu verstehen oder zu erklären? Ehrlicherweise lautet die Antwort: Gar nicht. Letztlich bleibt die Dreifaltigkeit ein Geheimnis.

Gott ist eben keine graue Theorie, die man einfach schematisch darstellen kann. Denn Gott ist eben ein lebendiger Gott, er steht über den Dingen.

Aber wir können uns dem annähern.

 

Von St. Patrick aus Irland wird erzählt, dass er ein Kleeblatt dazu benutzte, um die Dreifaltigkeit oder auch Dreieinigkeit Gottes zu erklären. So wie an einem Kleeblatt drei deutlich eigenständige Blätter zu erkennen sind, sind sie doch eins und miteinander verbunden.

So ist es auch bei Gott. Es gibt nur einen Gott und er hat diese Welt erschaffen. Er bestimmt, was auf der Welt geschieht und lenkt das Leben des Einzelnen. Gott ist zu uns Menschen wie ein Vater oder eine Mutter, der/die seine/ihre Kinder behütet und sie auf ihrem Lebensweg begleitet.

Gott hat seinen Sohn Jesus Christus zu uns Menschen geschickt und ist dadurch selbst Mensch geworden. Jeder Christ versucht nach den Worten und Taten von Jesus Christus zu leben. Denn er hat die Menschen gelehrt, dass sie einander lieben und sich gegenseitig helfen sollen, so wie er von Gottes Liebe und Barmherzigkeit erzählt hat. Durch seinen gewaltsamen Tod und durch seine Auferstehung hat Jesus Christus die Sünden der Welt auf sich genommen, die Menschen von allen Übeln erlöst und ihnen damit das ewige Leben möglich gemacht.

Zuletzt ist Gott in seiner Kraft bei jedem. Damit wir auf der Erde nicht alleine sind, damit wir Gott im Mitmenschen, in der Schöpfung und in uns selber finden können, darum ist der Heilige Geist unter uns. Er gibt uns die Kraft, unser Leben zu meistern, er hilft uns, an Gott zu glauben.

Gott ist also Vater und Mutter, Gott ist Sohn, Gott ist Heiliger Geist. Ein Gott in drei Erscheinungen: Dreifaltig also im Sinne von vielfältig!

Wir haben also keinen einfältigen Gott, sondern einen vielfältigen Gott. Damit wir ihn nicht reduzieren, versucht das Glaubensbekenntnis das alles zusammenzufassen. Deshalb ist es gut, wenn wir das Glaubensbekenntnis hören, singen oder gemeinsam sprechen. Weil es die Größe und die Vielfältigkeit Gottes widerspiegelt.

 

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