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23-jährige Erfurterin ist Mitglied im Rat des Lutherischen Weltbundes

Administrator on 14 May 2017

Julia Braband: Lutherische Kirchen brauchen Jugendinfusion

 

Julia Braband aus Elxleben bei Erfurt wurde am heutigen Nachmittag (13.5.) in den Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) gewählt. Nominiert hatten Braband das Deutsche Nationalkomitee des LWB und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für einen der sechs deutschen Plätze in dem 50-köpfigen Leitungsgremium. Die Wahl fand bei der Zwölften Vollversammlung des LWB statt, die noch bis 16. Mai in der namibischen Hauptstadt Windhoek tagt. Braband gehört zu den vier Delegierten der EKM. Insgesamt sind 324 Delegierte aus 145 Mitgliedskirchen in 98 Ländern angereist.

Julia Braband, die auch Mitglied der Kirchenleitung der EKM ist, will im LWB dafür sorgen, dass Jugendliche besser vertreten sind und gehört werden: „Unsere lutherischen Kirchen brauchen eine Jugendinfusion“, sagt die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, die im 6. Semester Theologie in Jena studiert. Europa und damit auch Deutschland sieht sie im LWB eher unter den lernenden Regionen. „In der westlichen Welt schrumpfen die Kirchen, in anderen Teilen haben sie Zulauf. Da heißt es, zu fragen, wie wir aus Gewohnheiten, in denen wir uns eingerichtet haben, aufbrechen können.“

Der Rat des LWB führt die Geschäfte in der Zeit zwischen den Vollversammlungen, die in der Regel alle sechs oder sieben Jahre stattfinden. Er besteht aus dem Präsidenten, dem Schatzmeister und 48 von der Vollversammlung gewählten Mitgliedern. Die Verfassung des LWB verlangt für die Mitgliedschaft im Rat eine angemessene Vertretung von Pfarrern und Laien, Frauen und Männern, zudem müssen ein Fünftel Jugendliche sein. Die Amtszeit der Ratsmitglieder endet mit dem Abschluss der nächsten Vollversammlung. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich.

Der Rat wählt aus seiner Mitte sieben Vizepräsidenten. Wegen des globalen Charakters des Weltbundes wird bei der Wahl darauf geachtet, dass jeder Vizepräsident eine der sieben Regionen vertritt: Afrika, Asien, Lateinamerika und Karibik, Nordamerika, Mittel- und Osteuropa, nordische Länder sowie Mittel- und Westeuropa.

Die Rats-Mitglieder entscheiden über die Struktur des LWB-Sekretariats, setzen die Haushalte des Weltbundes fest und legen den Mitgliedskirchen einen Jahresbericht vor. Sie tagen einmal im Jahr, entweder in Genf am Standort des LWB-Sekretariats oder auf Einladung der Mitgliedskirchen.

Hintergrund:

Der LWB ist eine globale Gemeinschaft von christlichen Kirchen lutherischer Tradition. 1947 in Lund (Schweden) gegründet, zählt er inzwischen 145 Mitgliedskirchen in 98 Ländern, denen rund 74 Millionen Christen angehören. Das Sekretariat befindet sich in Genf unter der Leitung von Generalsekretär Martin Junge, Pfarrer aus Chile. Zum neuen Präsidenten des LWB wurde der nigerianische Erzbischof Musa Panti Filibus gewählt. Der LWB handelt im Namen seiner Mitgliedskirchen, dort, wo sie gemeinsame Interessen haben, wie ökumenische und interreligiöse Beziehungen, Theologie, Not- und Katastrophenhilfe, internationale Angelegenheiten und Menschenrechte, Kommunikation sowie Missions- und Entwicklungsarbeit.

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